Ein komplettes Führungs- und Engineering-Team für den ersten US-Produktionsstandort

Ein führender internationaler Hersteller von Wechselrichtern – Leistungselektronik für Solaranwendungen – entschied sich, seinen ersten Produktions- und Entwicklungsstandort außerhalb des Heimatmarktes aufzubauen: ein Werk im Westen der USA, in dem neben String-Wechselrichtern auch Zentralwechselrichter gefertigt werden sollten, also Großsysteme für Solarkraftwerke und gewerbliche Anwendungen.
Inhalt
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    Die Ausgangslage

    Die bestehende US-Gesellschaft unseres Klienten war als reine Vertriebs- und Serviceorganisation aufgestellt – ein kleines Team, das importierte Produkte vermarktete und betreute. Produktion, Engineering und die dazugehörigen Unterstützungsfunktionen existierten ausschließlich in der Konzernzentrale. Das Ungleichgewicht wird im direkten Vergleich deutlich:

     

    Konzernzentrale (Heimatmarkt)

    US-Organisation (vor Projektstart)

    Funktionen

    Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Service, alle Zentralfunktionen

    Ausschließlich Vertrieb und Service

    Produktion

    Wechselrichter-Fertigung mit Kapazität von mehreren Gigawatt pro Jahr

    Keine – sämtliche Produkte wurden importiert

    Engineering

    Zentrale Forschung und Entwicklung mit gewachsener Organisation

    Nicht vorhanden

    Mitarbeiter

    Mehrere tausend (einschließlich Zeitarbeitskräften)

    Kleines Team von Vertriebs- und Servicespezialisten

    Supportfunktionen

    Etablierte Strukturen für HR, Finance, Einkauf und Lieferkette

    Keine eigenständigen Strukturen für ein Produktionswerk

    Umsatz (Konzern)

    Im hohen dreistelligen Millionenbereich, stark wachsend

    Wachsender Absatzmarkt mit hohem strategischem Potenzial

     

    Zwischen der Standortentscheidung und dem geplanten Produktionsstart lagen weniger als zwölf Monate. In dieser Zeit musste auf der grünen Wiese eine komplette Organisation entstehen: Produktion, Engineering und sämtliche Unterstützungsfunktionen. Der Standort sollte mittelfristig auf mehrere hundert Mitarbeiter und eine Produktionskapazität im Gigawatt-Bereich wachsen. Da die bestehende US-Organisation weder Fertigungs- noch HR-Strukturen besaß, musste jede Führungskraft der ersten Stunde extern gewonnen werden.

    Das Mandat

    Das Mandat

    Unser Auftrag umfasste zunächst die Suche nach einem General Manager, der den Aufbau des Standorts insgesamt verantworten sollte – mit direkter Berichtslinie an den Produktionsvorstand der Muttergesellschaft. Darauf aufbauend besetzten wir die komplette erste Führungsebene unterhalb des General Managers – fünf Abteilungsleiter (in den USA als „Director“ bezeichnet): zwei Leiter Operations (getrennt für String- und Zentralwechselrichter) sowie die Leitungen Human Resources, Finance und Materials Management mit Verantwortung für Einkauf, Logistik und Lieferkette.

    Unser Vorgehen

    Unser Vorgehen

    Wir besetzten zuerst die Spitze. Gesucht war ein erprobter Aufbau- und Turnaround-Manager. Gefunden haben wir ihn bei einem der weltweit größten Elektronik-Auftragsfertiger: ein US-Navy-Veteran, der dort als interner „Feuerwehrmann“ kritische Werke sanierte – darunter das größte Werk des Konzerns – und den wir ansprachen, während er gerade ein Werk in Polen verantwortete. Trotz des laufenden Auslandseinsatzes wurde er innerhalb weniger Wochen gewonnen, zog aus Texas an den neuen Standort und gestaltete den weiteren Teamaufbau von Beginn an mit. Die übrigen Führungspositionen besetzten wir gezielt aus unterschiedlichen Talentquellen der Elektronikindustrie; die Leiterin Human Resources kam beispielsweise von einem global führenden Distributor für Elektronikkomponenten. Neben der fachlichen Passung achteten wir gezielt auf kulturelle Anschlussfähigkeit an die Konzernzentrale: Die gewonnene HR-Führungskraft hatte bereits mehrfach HR-Organisationen von Grund auf aufgebaut – und brachte durch ihre familiären Wurzeln im Heimatland des Klienten zugleich das Sprach- und Kulturverständnis für die enge Zusammenarbeit mit der Zentrale mit.

    Parallel kartierten wir das regionale Umfeld für Leistungselektronik und industrielle Fertigung. Für den Aufbau des Engineering-Teams erwies sich ein führender regionaler Anbieter von Steuerungs- und Leistungselektronik als besonders ergiebige Talentquelle: Fünf Ingenieure wechselten von diesem Wettbewerber zu unserem Klienten.

    Für jede Position übernahmen wir neben Ansprache und Auswahl auch die Gestaltung marktgerechter Vertragsangebote nach US-Recht sowie die Abstimmung zwischen Kandidaten und der Konzernzentrale – einschließlich Hintergrundprüfungen und Integrationsbegleitung.

    Das Ergebnis

    Das Ergebnis

    Das Werk nahm die Produktion termingerecht auf – mit einer vollständigen, extern rekrutierten Führungsmannschaft aus General Manager und fünf Abteilungsleitern. Innerhalb von fünf Jahren wuchs das jährliche Liefervolumen des Standorts von null auf 400 bis 500 Millionen US-Dollar; die ISO-Zertifizierung gelang binnen 18 Monaten nach Produktionsstart, die Liefertreue lag konstant bei 95 bis 100 Prozent. In der Spitze erwirtschaftete die Amerika-Region rund 38 Prozent des Konzernumsatzes – getragen von einem Standort, dessen Produktion nur wenige Monate nach dem Spatenstich anlief. Der General Manager blieb acht Jahre in der Verantwortung – ein Beleg für die Nachhaltigkeit der Besetzung. Neben der bestehenden Vertriebs- und Serviceorganisation verfügte unser Klient damit erstmals über eine vollwertige Produktions- und Engineering-Präsenz im US-Markt. Die Zusammenarbeit endete nicht mit dem Aufbau: In den Folgejahren besetzten wir für den Standort weitere Positionen in der Produktentwicklung, darunter Konstruktionsingenieure und Entwicklungstechniker, sowie ein zusätzliches Mandat für eine technische Führungsposition auf Executive-Ebene. Aus einem Erstmandat wurde eine mehrjährige Partnerschaft über den gesamten Lebenszyklus des Standorts.

    Sie planen den Aufbau eines eigenen Standorts in den USA?

    Wir besetzen nicht nur einzelne Positionen, sondern komplette Führungsteams – von der Standortleitung bis zu Engineering, HR und Supply Chain.

    Diskret. Unverbindlich. Innerhalb von 24 Stunden.

    Alle Unternehmens- und Kandidatendaten wurden aus Vertraulichkeitsgründen anonymisiert.

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